Marmorkuchen

Zugegeben, jetzt war es eine ganze Weile recht ruhig auf meiner Seite. Das war nicht ganz grundlos, ich hatte quasi ein kleines Backverbot.

Ich habe mich endlich einmal dazu durchringen können einen „Darmcheck“ zu machen. Dabei wird die Darmflora betrachtet und je nach Ergebnis, muss man seine Ernährung (noch einmal) umstellen und/oder Probiotika etc einnehmen. Tja, bei mir kam unter anderem raus, dass ich für einige Zeit möglichst auf einfache Kohlehydrate verzichten soll. Das hieß also für mich erstmal „adieu, du liebe Backkunst“ und schön brav Diät halten. Das ganze war nicht immer leicht für mich, aber ich muss „leider“ zugeben, es hat mir enorm geholfen. Daher die etwas längere Ruhepause auf meinem Blog.

So, jetzt bin ich wieder zurück im „Leben“ und möchte euch natürlich wieder brav mit Rezepten füttern. Für mein Comeback habe ich mir einen besonders schönen Anlass herausgesucht: den Geburtstag meiner Schwägerin Eva: Happy birthday! 🥳

Ihr zu Ehren gibt es einen Oldie but Goldie – den Marmorkuchen. Eva ist zwar auf gar keinen Fall ein Oldie, aber dafür mindestens ein doppelter Goldie 😘 Daher finde ich den Kuchen sehr passend für ihren Geburtstag. Allerdings muss ich zugeben, ein paar pragmatische Gründe spielen auch mit rein, denn der Kuchen muss mit der Bahn nach Landshut geschafft werden, da eignen sich Sahnetorten nicht ganz so gut. Er soll schließlich heil bei ihr ankommen. Aber das spielt natürlich nur ein kleines bisschen eine Rolle… 🙈

Auf jeden Fall gibt es abertausende Rezepte für Marmorkuchen im Internet, wovon man aber die meisten schon mal nicht gebrauchen kann. Das wichtigste ist, dass der Kuchen schön saftig ist. Und das im Bestfall auch noch am 2. und 3. Tag (sofern der Kuchen überhaupt solange überlebt). Das ist auch gar nicht so schwer, wenn man die richtigen Zutaten benutzt. Und das verrate ich euch natürlich. Also, ran an den Ofen!

Zutaten

  • 6 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 200 g weiche Butter
  • 240 g Getreidezucker
  • 1 TL Vanille-Getreidezucker
  • 180 g gemahlene Mandeln (alternativ könnt ihr auch Haselnüsse oder Mehl nehmen – wenn der Kuchen „glutenfrei“ bleiben soll, muss es aber eine glutenfreie Alternative sein, wenn nicht, dann geht aber auch Weizenmehl)
  • 1/2 Pckg Backpulver (ich nehme sehr gerne Weinstein-Backpulver)
  • 100 ml Hafermilch (bei der glutenfreien Variante muss es natürlich auch glutenfreie Hafermilch sein, es geht aber natürlich auch normale Milch oder eine andere Milchalternative)
  • 20 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • optional: 1 EL fruktosearme Schokocreme (ich habe im Supermarkt eine ungesüßte Erdmandel-Schokocreme entdeckt, die schmeckt super im Teig)
  • optional: 140 g fruktosearme Zartbitterschokolade als Glasur

Zubereitung

Backofen auf 160° C Umluft vorheizen. Die Guglhupfform einfetten und ggf. mit Mehl bestäuben (auch hier wieder: soll der Kuchen glutenfrei sein, dann nur glutenfreies Mehl dazu benutzen!).

Die Eier trennen und das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steif schlagen. Währenddessen lasst ihr langsam die Hälfte des Getreidezuckers einrieseln. Wenn das Eiweiß steif ist, stellt ihr es beiseite.

Die Butter schlagt ihr zusammen mit der restlichen Hälfte des Getreidezuckers und dem Vanille-Getreidezucker schaumig. Nun gebt ihr die Eigelbe einzeln (wichtig!) hinzu und rührt sie jeweils für etwa eine Minute ein, bis sie komplett von der Buttermischung aufgenommen worden sind.

Mischt nun eure gemahlenen Mandeln (oder eure Alternative) mit dem Backpulver.
Jetzt geht es ans Zusammenführen: Dafür hebt ihr abwechselnd das Eiweiß, die Mandeln und die Hafermilch unter die Buttermasse. Den fertigen Teig halbiert ihr und mischt unter eine Hälfte das Kakaopulver und ggf. eure Schokocreme.

Gebt nun den hellen Teig in eure Guglhupfform und darauf euren Schokoteig. Nehmt eine Gabel oder einen Schaschlikspieß und zieht damit spiralförmig durch eure Teigschichten, damit das typische „Marmormuster“ entsteht. Den Kuchen gebt ihr dann für etwa 50-60 Minuten in den Ofen.

Achtung: solltet ihr eine kleinere Form benutzen und die z.B. nur mit der Hälfte des Teiges befüllen, dann ist der Kuchen natürlich schneller fertig. Ihr müsst dann dementsprechend eure Backzeit anpassen.

Wenn der Kuchen noch schön saftig (aber nicht mehr klebrig) ist, nehmt ihr ihn aus dem Ofen. Solltet ihr keine Silikonform haben, dann müsst ihr den Kuchen komplett in der Form erkalten lassen. Ansonsten kann es sein, dass ihr euren kleinen Guglhupf köpft – wie ich es getan habe… (ich bin ein ungeduldiger Mensch) Aber es gibt fast nichts, was ein bisschen Schokolade nicht heilen könnte 💪🏽 Bei einer Silikonform solltet ihr die Probleme aber nicht haben, da nur kurz abkühlen lassen.

Falls ihr noch eine Schokoglasur darüber geben wollt, hackt ihr die Schokolade in kleine Stücke und schmelzt etwa 2/3 davon über einem heißen Wasserbad. Wenn die Schokolade komplett geschmolzen ist, nehmt ihr die Schüssel vom Wasserbad und gebt die restliche Schokolade hinzu und rührt so lange, bis ihr wieder eine komplett flüssige Glasur habt. Diese einfach über den Kuchen geben und fertig.

Bon appetit!

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