Chocolate Chip Cookies

An unserem ersten Hochzeitstag haben wir ein verlängertes Wochenende in Amsterdam verbracht. Für mich war es das erste Mal in der holländischen Stadt und ich war von Anfang an von ihr begeistert. Die Amsterdamer sind freundlich (außer man fährt mit dem Fahrrad und hält sich nicht an die Regeln – dann kann ganz schön übel geflucht und beleidigt werden…), man kann sich unglaublich viel anschauen und vor allem: es gibt soooooo leckeres Essen!

Ob es an einem Ort leckeres Essen gibt oder nicht, macht für mich persönlich sehr viel aus, ob es mir dort gefällt und ob ich mich so richtig entspannen kann. Das hat sich auch nicht durch die Fruktoseintoleranz geändert. Klar, man muss natürlich etwas besser aufpassen, was man isst. Aber grundsätzlich verträgt man im Urlaub immer etwas mehr als im Alltag. Und manchmal ist natürlich auch sündigen erlaubt, sonst wäre das Leben ja langweilig.

Hier sind wir genau beim richtigen Punkt: Auch in Amsterdam habe ich gesündigt – mit den leckersten Chocolate Chip Cookies, die ich jemals in meinem Leben gegessen habe! Mitten in Amsterdam gibt es schon seit vielen Jahren einen Laden in dem man genau eine Sache kaufen kann: Diese Cookies – und das in nur einer Geschmacksrichtung! Das einzige, was man also dort gefragt wird, ist, wie viele man haben möchte. Das war’s!
Dementsprechend sind sie natürlich sehr spezialisiert in dem, was sie machen und die Schlange ist immer unglaublich lang (und das obwohl die Cookies komplett ohne Hanf auskommen).

Diese Cookies haben mir auf jeden Fall so gut geschmeckt, dass wir bei unserem Aufenthalt gleich mehrmals hin mussten, um für Nachschub zu sorgen.

Zuhause angekommen habe ich mich erst einmal nicht daran getraut, sie nachzubacken. Ich wollte eine zu große Enttäuschung vermeiden und den leckeren Geschmack nicht verwässern. Inzwischen ist aber einiges an Zeit vergangen und ich hatte einfach nur Lust, etwas zu backen. Und das einigermaßen schnell, denn gleichzeitig hatte ich auch Lust auf etwas Süßes. Also habe ich mich für Cookies entschieden. Während des Backens habe ich mich einfach spontanen Eingebungen hingegeben und herausgekommen ist dieses Rezept. Ich will nicht lügen, es ist noch nicht so wie die Amsterdamer Cookies (aber hey, sie haben mir auch einige Jahre voraus), aber ich fand sie nichtsdestotrotz sehr lecker und sehr schokoladig. Und sie passen perfekt zu einem Glas (Hafer-)milch.

Nun möchte ich euch das Rezept nicht länger vorenthalten, also ran an den Ofen!

Zutaten

  • 125 g Butter
  • 120 g Getreidezucker
  • 1 EL Reissirup
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 100 g Mehl (ich habe dafür Emmermehl genommen)
  • 50 g ungesüßtes Kakaopulver
  • 1/2 TL Natron
  • 50 g gehackte fruktosearme weiße Schokolade
  • 50 g gehackte fruktosearme Zartbitterschokolade

Zubereitung

Wir fangen an mit der „braunen Butter“, das ist einer der wichtigsten Schritte. Dazu gebt ihr die Butter in einen kleinen Topf und bräunt diese auf kleiner Flamme. Dabei immer wieder umrühren, damit die Butter nicht anbrennt und bitter wird. Die Butter schmilzt zunächst und wirft dann Blasen, die immer kleiner werden. Weiter erhitzen, bis die Butter eine Bräunung annimmt – dann ist sie genau richtig. Das Prozedere kenne ich noch aus meiner Kindheit: Da gab es zu den Dampfnudeln von meinem Papa immer gebräunte Butter mit Salz – ultra lecker 🤤 (Apropos: Natürlich habe ich auch ein Rezept für Dampfnudeln 😉). Füllt sie in eine Schüssel um und lasst sie abkühlen. Die Butter muss wieder so fest werden, damit ihr sie anschließend schaumig schlagen könnt. Bei Zimmertemperatur dauert das etwa 2 Stunden. Ihr könnt aber auch etwas schummeln, indem ihr sie in den Kühlschrank stellt. Aber vorsichtig, sie darf nicht zu kalt werden, also zwischendrin immer mal wieder nachsehen und leicht umrühren.

Heizt den Backofen auf 190° C Ober-/Unterhitze vor.

Ist eure Butter soweit, dann schlagt ihr diese mit dem Getreidezucker, dem Reissirup und dem Salz schaumig auf. Das sieht durch die gebräunte Butter fast so aus, als hättet ihr eine Vanilleschote dazu gegeben. Gebt dann das Ei hinzu und rührt alles noch einmal kräftig für 2-3 Minuten durch.
Vermischt das Mehl, das Kakaopulver und das Natron und gebt dieses zur Ei-Buttermischung. Rührt nun alles mit Hilfe eines Teigspatels (per Hand) unter. Zum Schluss kommt die gehackte Schokolade hinzu und wird auch vorsichtig untergehoben.

Gebt Backpapier auf ein Backblech und formt euren Teig zu kleinen Kugeln mit etwa 2-3 cm Durchmesser. Diese gebt ihr mit genügend Abstand auf das Backpapier (von der Menge her werdet ihr zwei Bleche backen können). Dann kommen diese für etwa 11 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Danach noch leicht abkühlen lassen.

Die fertigen Chocolate Chip Cookies schmecken natürlich noch warm am besten. Aber auch kalt sind sie eingetunkt in Milch (ich bevorzuge hier Hafermilch) ein Traum! Bon appetit!

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