Dampfnudeln

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Als ich noch klein war, gab es bei uns früher oft Dampfnudeln. Damals waren es Gekaufte, die man schnell im Dampfkochtopf aufgewärmt hat. Dazu gab es dann gesalzene, abgebräunte Butter. Das ist für mich eine echte Kindheitserinnerung.

Auch wenn die Dampfnudeln damals nicht selbstgemacht waren (ich kann es auch wirklich verstehen, schließlich geht so ein Hefeteig eine ganze Weile), habe ich sie schon als Kind sehr geliebt. Selbstgemacht schmecken sie natürlich noch etwas besser. Und hat man etwas Zeit, hat man schon die halbe Miete, denn kompliziert sind sie wirklich nicht. Also dann mal los:

Zutaten

  • 160 ml Milch
  • 10 g frische Hefe
  • 70 g Getreidezucker
  • 250 g Mehl
  • 1 Ei + 1 Eigelb
  • 50 g weiche Butter + Butter zum Einfetten

Zubereitung

Erwärmt 60 ml der Milch in einem Topf. Die Milch soll wirklich nur warm werden, nicht heiß. Zerbröselt die Hefe in einer kleinen Schüssel und gebt 10 g vom Getreidezucker hinzu. Rührt mit einem kleinen Löffel beides solange zusammen, bis sich die Hefe verflüssigt hat. Dann fängt die Hefe auch wirklich an zu arbeiten.

Gebt euer Mehl in eine Schüssel und macht in der Mitte eine Mulde. In diese gebt ihr eure flüssige Hefe und bedeckt diese mit etwas Mehl. Lasst diesen „Vorteig“ für etwa 15 Minuten gehen.

Gebt nun 40 g vom Getreidezucker, das Ei, das Eigelb, die Butter und die warme Milch zum Mehl hinzu und knetet alles zu einem geschmeidigen Teig. Knetet solange, bis ihr auch wirklich keine Klumpen mehr habt. Ich mache das gerne mit den Händen, da ich damit ein besseres Gefühl für den Hefeteig habe und gleichzeitig die Wärme meiner Hände gut für den Teig ist. Ihr könnt aber natürlich auch eine Küchenmaschine oder ein Handrührgerät mit Knethaken nehmen. Lasst den Teig abgedeckt nun für etwa 45 Minuten gehen.

Knetet die Zutaten zu einem geschmeidigen Hefeteig.

Kleiner Tipp: ihr könnt euren Ofen auf etwa 50°C vorheizen und den Teig in diesem gehen lassen. Das hat den Vorteil, dass er es noch etwas wärmer hat (und Hefe mag es bekanntlich schön warm) und gleichzeitig kein Zug entsteht (denn auch den mag Hefe nicht so).

Nehmt euch eine große Pfanne (Durchmesser ca. 28-30 cm) mit hohem Rand und fettet diese ordentlich mit Butter ein. Das ist wichtig, da ihr nicht wollt, dass euch eure Dampfnudeln am Boden festbrennen. Nun knetet den Hefeteig noch einmal vorsichtig durch und teilt ihn in 8 gleich große Stücke. Formt nun aus jedem der 8 Teigstücke je eine runde Kugel und setzt diese in eure gebutterte Pfanne. Lasst die Teiglinge wieder eine halbe Stunde lang gehen (am besten wieder im Ofen). Ihr solltet jetzt noch Platz in der Pfanne haben, schließlich gehen eure Dampfnudeln noch ordentlich auf.

Mischt die restliche Milch mit dem restlichen Getreidezucker zusammen und gebt die Flüssigkeit zu den Dampfnudeln in die Pfanne. Gebt einen passenden Deckel auf eure Pfanne und dämpt eure Dampfnudeln für etwa 20-22 Minuten bei mittlerer Hitze. Dabei sollten sie noch schön aufgehen. Wie immer bei Milchgerichten ist etwas Vorsicht geboten: passt vor allem zum Schluss auf, dass euch die Milch nicht anbrennt (auch dafür war es wichtig, die Pfanne richtig einzufetten) und nehmt die Dampfnudeln rechtzeitig vom Herd. Sie sollen durch die Milch und den Zucker von unten karamellisieren, aber natürlich nicht anbrennen. Und schon könnt ihr sie servieren! Dazu passt zum Beispiel eine selbstgemachte Vanillesauce.

Bon appetit!

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